Studie des HOGA Nordfriesland: Infraschall macht durstig

Der Durchblick-Aprilscherz 2003

Eine aktuelle Studie der wissenschaftlichen Außenstelle der Universität Hamburg in Husum ergab kürzlich überraschende Ergebnisse. Bereits der Auftraggeber wirkt etwas unkonven- tionell: keine Entwicklungsabteilung eines großen Technikunternehmens, sondern der Hotel- und Gaststättenverband Nordfriesland veranlaßte die Husumer Außenstelle zu die- ser Studie. Der Grund liegt in der nicht endenden Diskussion um das Für und Wider von Windkraftanlagen.

Zahlreiche deutsche Tourismusverbände und die meisten HOGA- Landesverbände sprachen sich in den letzten Jahren entschieden gegen die Errichtung sogenannter Windenergieparks aus, da diese die Besucher vergraule, die die jeweilige Region so dringend brauche. In Nordfriesland wollte man dies nicht so ohne weiteres unge- prüft von den Kollegen anderer Bundesländer und Kreise übernehmen. Hier nämlich gehö- ren nicht wenige der im HOGA organisierten Gastronomen selbst zu den Windkraft- Investoren, und so wäre man leicht in einen Interessenkonflikt geraten. Aus diesem Grund beschloß die Mitgliederversammlung im August 2002 eine wissenschaftliche Prüfung aller den Tourismus betreffenden Aspekte von Windenergieparks. Das Ergebnis der Studie brachte verblüffende Erkenntnisse: nicht nur fühlen sich Touristen von den monströsen Windrädern magisch angezogen, sofern sie selbst nicht in der Nähe solcher Anlagen wohnen. Eine umfassende medizinische Untersuchung der Wirkung von Rotorblättern auf den menschlichen Organismus erbrachte, daß der von Windanlagen erzeugte - für das menschliche Ohr unhörbare - Infraschall sehr wohl auf das Wohlbefinden einwirkt. Daß Infraschall empfindliche Menschen beeinträchtigen kann, steht seit längerem außer Frage. Doch die HOGA-Studie ergab etwas ganz Überraschendes: der speziell von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall wirkt auf das Kleinhirn stimulierend. Im Kleinhirn werden die menschlichen Grundbedürfnisse wie Angst, Freude, Hunger, Müdigkeit usw. gesteuert. Der Windanlagenschall erzeugt eindeutig ein Durstgefühl. Im Doppelblindversuch mit einer schallisolierten Kontrollgruppe, die die Windräder nur sehen, aber weder hören noch spüren konnte, wurde das Ergebnis anschließend bestätigt. Die Kontrollgruppe verspürte keinen Durst, während die Testgruppe sich sofort nach Beendigung der medizinischen Analyse über die zur Verfügung gestellten Getränke her- machte. Dies verblüffte die am Test beteiligten Wissenschaftler ebenso wie die Probanden, die auf Befragung antworteten, daß sie nun am liebsten ein frischgezapftes kühles Blondes trinken würden. Buttermilch und Pfefferminztee dagegen schnitten eher schwach ab. Hellhörig wurden auf diese Studie hin nicht nur die Auftraggeber aus dem Gastronomiebereich, sondern vor allem auch zwei große Brauereien, in deren Investitionshaushalt noch Spielraum ist. Nach Veröffentlichung der Windkraftstudie im monatlichen Wirtebrief des HOGA Nordfriesland im Oktober 2002 und in verschiedenen medizinischen Fachzeitschriften konnte die Windanlagenbranche bereits verstärkte Anfragen verzeichnen. (aa)