Der Kreuzer wird noch heute als Zahlungsmittel akzeptiert
Donnerstag, den 26. Februar 2009 um 00:50 Uhr
Allerdings nicht im Lautertal, wie manche Einsender vermuteten, sondern in Entenhausen. In Onkel Dagoberts Geldspeicher sollen sich unermeßliche Mengen davon befinden...Natürlich haben die Einsender, die Lautertal angegeben haben, sich irritieren lassen von der Preisliste mit Heimatbüchern im Kasten rechts. Die fünfeinhalb Kreuzer für das “Neueste ABC-Buchstabier- und Lesebuch” lassen sich jedoch ohne Probleme in 2,50 Euro umrubeln.
Richtig beantwortet wurden unsere drei Preisfragen vom Februar von vielen Lesern, die erste richtige Antwort kam von Petra Scholtz aus Reichenbach. Sie gewinnt ein Kochbuch der Kochhexe Monika Arnold.
Die richtige Lösung mußte lauten: 1. Neuestes ABC-Buchstabier- und Lesebuch, 2. Kreuzer, 3. in Entenhausen
Hier einige historische Informationen zum Kreuzer, gefunden in Wikipedia: “Der Kreu(t)zer ist eine Münze, welche im süddeutschen Raum, in Österreich und in der Schweiz verbreitet war.
Der Kreuzer geht auf eine Groschenmünze zurück, welche ab 1271 in Meran im Südtirol geprägt wurde. Wegen des Doppelkreuzes auf der Vorderseite der Münze erhielt sie bald den Namen Kreuzer. Sie breitete sich im 16. Jahrhundert im gesamten Süden des deutschen Sprachraumes aus. Das Reichsmünzgesetz von 1551 machte sie zur Einheit für das kleine Silbergeld. 72 Kreuzer entsprachen einem Goldgulden bzw. einem silbernen Guldiner, 237 Kreuzer einer Kölnischen Mark.
In den meisten Währungssystemen der süddeutschen Region galt: 8 Heller = 4 Pfennige = 1 Kreuzer und 4 Kreuzer = 1 Batzen. In den süddeutschen Staaten mit Guldenwährung ergaben bis 1872 60 Kreuzer einen Gulden. Demgegenüber war in Norddeutschland der Groschen bzw. Schilling die gebräuchliche Kleinmünze oberhalb des Pfennigs.”
Was konnte man für einen Kreuzer und für einen Gulden kaufen?
In Frankfurt am Main konnte man um 1740 Folgendes für seine Kreuzer erhalten: 1 Herrschaftsmahlzeit: 36-48 Kreuzer, 1 Dienermahlzeit mit Bier: 12 Kreuzer. Wöchentliche Miete in einer guten Herberge Frankfurts: 45 Kreuzer, Stallmiete für 1 Pferd: 1 Kreuzer, Mietkutsche innerhalb Frankfurts von früh bis abends: 4 Gulden, 30 Kreuzer. (Quelle: http://wiki-de.genealogy.net)
In Deutschland war der Kreuzer bis zur Einführung der Mark 1871 in Gebrauch. In der Schweiz existierte er bis zur Einführung der Frankenwährung 1850. In einigen Kantonen versuchte man schon vorher, alle Kleinmünzen durch den Rappen (und dessen Vielfache) zu ersetzen, doch war die Bevölkerung derart an das alte Münzsystem gewohnt, dass als Kompromiss Münzen zu 2½ Rappen, die einem Kreuzer entsprachen, geprägt wurden. In Österreich wurde das alte Münzsystem 1857 abgeschafft. Bis 1892 existierte der Kreuzer aber als Hundertstel des Guldens weiter und wurde Neukreuzer genannt.
Die ehemaligen brasilianischen Währungen Cruzeiro und Cruzado heißen frei übersetzt Kreuzer. In Entenhausen gab es den Kreuzer übrigens auch nicht von Anfang an: in den ersten deutschsprachigen Ausgaben der Comicreihe wurde noch in Mark und Pfennig gezahlt. (mh, Wikipedia)