Naturdenkmäler im Lautertal: Felsen und Bäume

Mit der grundlegenden Neufassung der Naturdenkmalverordnung war vor allem die Aktualisierung der Liste der geschützten Objekte notwendig. „Nachdem einige Naturdenkmäler im Laufe der Jahre erloschen sind und Neuausweisungsvorschläge schutzwürdiger Objekte vorlagen, bestand hier Handlungsbedarf“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Thomas Metz. So gibt es nunmehr insgesamt 153 ausgewiesene Naturdenkmale im Kreis Bergstraße. Dazu zählen beispielsweise mächtige alte Bäume, der Siegfriedbrunnen in Grasellenbach, der Hohenstein im Lautertal oder der Teufelsstein im Gorxheimertal.

Als Naturdenkmale können nach dem Hessischen Naturschutzgesetz Einzelschöpfungen der Natur ausgewiesen werden, deren besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist.  Durch eine Verordnung des Kreises werden die Naturdenkmale unter besonderen Schutz gestellt. So sind beispielsweise Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung, Veränderung oder nachhaltigen Störung des Naturdenkmals oder seiner geschützten Umgebung führen können, verboten. Zudem übernimmt der Kreis die Pflege der Naturdenkmale. (kb)
Im Lautertal gibt es 11 geschützte Bäume oder Felsformationen: die Sommerlinde auf dem Friedhof und den Steintisch mit Bank am ev. Pfarrhaus in Beedenkirchen. Hier stehen auch zwei Alteichen und eine Linde, und das Ganze ist eine germanische Kultstätte. Der Borstein und der Teufelsstein westlich des Borsteins Richtung Elmshausen, beide 10m mächtige Gangquarze, die aus dem umgebenden Granit herausgewittert sind. Der Simonstein in Elmshausen (Granit), der Raidelbacher Fels (Diorit) im Wald zwischen Lautern und Raidelbach, der Hohenstein als 10m mächtiger Gangquarz, aus dem Granit herausgewittert - Borstein, Teufelsstein und Hohenstein gehören zum selben Quarzgang, der von Südwest nach Nordost genau an der Stelle durch Reichenbach ging, wo heute die ev. Kirche steht. Dort ist er allerdings durch die Kraft der Lauter schon wesentlich länger verschwunden, als Reichenbach existiert.
Weiter gehört zu den Naturdenkmälern Jennys Höhe, eine Diorit-Blockanhäufung mit Steinbank zwischen Breitenwiesen und Knoden, dieser Platz diente den früheren Herrschaften vom Schönberger Schloß als Erholungs- und Tanzplatz und wurde in den letzten Jahren von Walter Metter wieder hergerichtet. Und einige weitere bemerkenswerte Bäume zählen zu den Denkmälern: vier Edelkastanien am Hohensteinweg südlich des Forsthauses, zwei Wildbirnbäume auf dem Höhenweg zwischen Hofgut Hohenstein und Raidelbacher Höhe sowie eine Traubeneiche südlich von Ober-Schannenbach.
Das Felsenmeer ist in der Aufzählung der Naturdenkmäler nicht enthalten.  (mh)

 

Liste der Denkmäler Seite 1-3 Absteinach bis Heppenheim

Liste der Denkmäler Seite 4-5 Heppenheim bis Neckarsteinach (inkl. Lautertal)

Liste der Denkmäler Seite 6-7 Neckarsteinach bis Zwingenberg