Reichenbacher Vogelschützer mit ihrem Vorstand zufrieden.
Sonntag, den 21. März 2010 um 01:36 Uhr
Zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung hatte die Vogelschutzgruppe Reichenbach wieder ins gemütliche Vereinsheim des Rassegeflügelzuchtvereins Reichenbach e.V. eingeladen. In seiner Begrüßung konnte der 1. Vorsitzende Walter Gehbauer jun. 35 Mitglieder Freunde und Gönner willkommen heißen. Sein besonderer Gruß dabei galt dem Ehrenvorsitzenden Dieter Oster und Reichenbachs Ortsvorsteher Heinz Eichhorn, sowie Werner Schmidt vom Kreisvorstand des NABU. Einwände gegen die Tagesordnung hatte es keine gegeben. Zur Totenehrung erhoben sich die Anwesenden und gedachten der verstorbenen Mitglieder Adam Bertsch, Thomas Ertl, Philipp Hechler, Peter Jährling, Günther Nossmann, Werner Opper, Heinz Rödelsperger und Adam Schuchmann.
Viele Aktivitäten prägten wieder den Jahresbericht des Vorsitzenden. So nahm die Vogelschutzgruppe an etlichen Veranstaltungen teil. Unter anderem am Neujahrsempfang und Sportlerehrung der Gemeinde Lautertal, am Neujahrsschießen des Schützenvereins Reichenbach, an der Vogelausstellung des Vogelschutz- und Liebhabervereins Einhausen, an einem Vorbereitungstreffen zum 25-jährigen bestehen der Greifvogelstation, am Kirchweihumzug, um nur einige zu nennen.
In der Gruppe wurden durchgeführt: Jahreshauptversammlung, vier Vorstandsitzungen, zwei Fachgespräche, ein gemeinsamer Rundgang im Brandauer Klinger zur Reinigung der Nistkästen, 2 Vogelstimmenwanderungen, der Vereinsausflug nach Emmersdorf in der Wachau, „Weck, Worscht un Woi" bei Dietmar Bickelhaupt, Grillfest am Talweg, die Herbst- und Jahresabschlußwanderung, der traditionelle Familienabend, Arbeitseinsätze an den Teichanlagen Höllacker, Hainzenwald und Brandauer Klinger. Leider hatte sich im PC des Vorsitzenden der Fehlerteufel eingeschlichen, sodass er diesmal keine Zahlen über geleistete Arbeitsstunden nennen konnte. Auch Glückwünsche zur Hochzeit, sowie Silbernen und Goldenen Hochzeiten wurden vom Verein überbracht.
Leider war die Mitgliederzahl bei den Vogelschützern, genau wie in anderen Vereinen auch, leicht rückläufig, standen doch zwei Neuzugängen acht Todesfälle und fünf Austritte gegenüber. Der Mitgliederstand am 06.03.2009 betrug 343 und demzufolge am 05.03.2010 332 Mitglieder.
Zum Schluss bedankte sich der 1. Vorsitzende noch bei allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern für die geleistete Arbeit und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Vogelschützer auch in diesem Jahr so ein erfolgreiches Jahr wie 2009 haben möchten.
Anschließend verlaß Schriftführer Udo Gehbauer die Protokolle der letzten Mitgliederversammlung.
Rechnerin Jutta Hornung konnte von einer gesunden finanziellen Lage des Vereines berichten, die Einnahmen waren höher als die Ausgaben. Die Haupteinnahmequellen sind die Mitgliedsbeiträge, Spenden und das Grillfest im Talweg. Die Ausgaben setzen sich hauptsächlich aus Winterfutter, sinnvoller Investitionen in die Jugendgruppe, usw. zusammen.
Peter Essinger und Peter Plößer hatten bei Frau Hornung die Kasse geprüft. Essinger berichtete, dass alles absolut sauber geführt und nachvollziehbar sei, es gab keine Differenzen. Er stellte fest, dass die Rechnerin ihre Arbeit hervorragend macht. Er stellte auch gleich den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Als neue Kassenprüfer wurden Karl-Heinz Hegen, Lothar Pöselt und Dietmar Bickelhaupt gewählt. Von den Aktivitäten der Jugendgruppe berichtete der
2. Vorsitzenden Michael Schneider. Er musste leider berichten, dass es hier immer noch nicht gelungen ist einen neuen JugendleiterIn zu finden. Der Vorstand hat ein Gremium gebildet, damit die Jugendgruppe weiterhin besteht und auch schon ein Programm für 2010 erarbeitet. Leider wurden nur in der ersten Jahreshälfte 2009 verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Nistkästenreinigung am Hohenstein, Abendwanderung im Februar, Arbeitseinsatz am Teich im Brandauer Klinger, Waldführung mit Förster Winterfeld. Danach war die Beteiligung leider so gering, dass nur noch der Jahresausflug zum Zoo Wilhelma durchgeführt wurde. Bleibt zu hoffen, dass sich bald eine Person findet die sich wieder intensiv um die Jugendlichen kümmert Nun stand der Bericht über Biotop und Artenschutz an. Hier berichtete zuerst Walter Gehbauer jun., dass aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse erst 2/3 der vorhandenen Kästen gereinigt sind. Es ist aber trotzdem schon festzustellen, dass die Kästen nicht so gut belegt sind, zum Teil ist es sogar besorgniserregend. Gehbauer konnte sich damit trösten, dass auch andere Vogelschutzgruppen noch nicht mit ihrer Reinigung fertig sind. Nun kam Karlheinz Peter zur Schwalbenzählung 2009. Er konnte berichten, dass das Schwalbenvorkommen in Reichenbach fast identisch mit dem Vorjahr gewesen ist. Von 180 künstlichen Nestern waren 58 und bei den natürlichen Nestern, von nur noch 19 vorhandenen 8 belegt. Anders sieht es aus bei der Rauchschwalbe, hier ist der Bestand leider weiter rückläufig. Von den vorhandenen natürlichen Nestern wurden nur 11 zum Brüten genutzt. Auch sind wieder etliche Häuser an denen Mauersegler nisten. Gerade bei den Mauerseglern ist Peter auf die Mithilfe bei der Zählung durch die Mitglieder und die Bevölkerung angewiesen.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes" teilte der Vorsitzende mit, dass für den Jahresausflug vom 02. bis 07. Mai an den Gardasee noch 8 Plätze frei sind. Am 08.12.2009 bestand die Greifvogelstation bei Fam. Zastrow 25 Jahre. Anlass genug in diesem Jahre, am 20. März ab 14.00 Uhr eine kleine Feier zu veranstalten, um zum einen die Familie Zastrow zu ehren, aber auch sich bei den Vogelschützern zu bedanken, die damals beim Aufbau geholfen hatten. Am 08. April findet im Gasthaus „Zur Traube" um 19.00 Uhr eine Filmvorführung über die Greifvögel des Odenwaldes statt. Leider musste Gehbauer auch etwas negatives berichten, eine große Buch war auf das Gerippe des Festzeltes gestürzt und muss jetzt von der Forstbehörde erstmals entfernt werden, bevor das ganze Ausmaß des Schadens festgestellt werden kann. Der Ehrenvorsitzende Dieter Oster regte noch an, dass so langsam auch jüngere Leute z.B. für das Reinigen der Nistkästen gewonnen werden sollten. Zum Abschluss der Mitgliederversammlung hatten die Vogelschützer wieder einen Leckerbissen parat. Friedrich Lehrian bot einen Film mit dem Titel „Natur erleben". Es war die Fortsetzung eines schon einmal gezeigten Filmes vor ein paar Jahren. Dabei war es Lehrian wieder gelungen in hervorragender Art und Weise über die vier Jahreszeiten zu berichten. War es in der näheren oder auch etwas weiteren Umgebung. Der Filmvortrag fand den uneingeschränkten Beifall der Anwesenden.
Danach schloss der Vorsitzende eine, wie bei der Vogelschutzgruppe üblich ruhige, sachliche Mitgliederversammlung. (Karlheinz Peter)