GGEW-net bietet Funkversorgung mit schnellem Internet
Samstag, den 19. Dezember 2009 um 22:45 Uhr
Bis es soweit ist, daß wir tatsächlich einen flächendeckenden Breitbandanschluß haben, bietet die GGEW-net mit einer Funkversorgung eine schnelle und unkomplizierte Lösung an.
Internetanbindungen für Geschäfts- und Privatkunden können die Versorgung ländlicher Gebiete, in denen es kein DSL gibt, mit schnellem Internet herstellen. Hohe Bandbreite und guter Service sowie eine preisgünstige und transparente Kostenstruktur wird zugesichert. Damit können Datenanbindungen zum Internet bis 2 mbit/s geschaffen werden. Wo die Nutzung vorhandener Kabel nicht möglich ist, können durch GGEW-net Funkzugänge zur Verfügung gestellt werden. Diese Hotspots werden im Gelände installiert und jeder Nutzer bekommt auf Wunsch die nötige Hardware gleich mitgeliefert.
Einige Hotspots hat die GGEW-net bereits eingerichtet: in Elmshausen 4 Stück + ehem. Fa. Tempel, in Reichenbach und Beedenkirchen je2 und in Neunkirchen 2. Der Nachteil ist: je mehr Nutzer auf einen Hotspot zugreifen, desto langsamer wird das Internet, während bei der Kabellösung die Bandbreite und die Übertragung nicht beschränkt ist.
Selbst wenn wir in näherer Zukunft Kabel bekommen: nicht immer muß unbedingt die Straße aufgerissen werden - oft genügt für einen Standardanschluß das bereits installierte Kupferkabel ins Haus. Nur bei einem direkten Hausanschluß mit Glasfaserkabel sind Straßenarbeiten erforderlich. Ein Glasfaserkabel kann problemlos 50 megabit und mehr pro Sekunde übertragen (zum Vergleich: in Reichenbach im Papiertiger hatte unsere Redaktion 780 kilobit/s, in Lautern sind es immerhin 3000 kbit/s - ein megabit = 1000 kilobits!) je nach Abstand vom Verteiler. Die Kabellösung kann stufenweise ausgebaut werden, so daß die Bandbreite mit dem späteren Einsatz einer Glasfaserverkabelung steigt.
Für die Vermarktung der Grundstücke in verschiedenen Lautertaler Gewerbegebieten ist es auf Dauer unumgänglich, daß ein Breitbandzugang angeboten wird. Zukunftsorientierte Unternehmen, die den im Raumordnungsplan Südhessen festgeschriebenen Beschränkungen (emissionsarmes Gewerbe) genügen, sind auf Internet angewiesen. Hans Seeger (Immobilien-gesellschaft Am Leimengarten GmbH & Co. KG aus Beedenkir-chen) wandte sich deshalb an die Wirtschaftsförderung Bergstraße mit der Bitte, das Ausbluten ländlicher Regionen zu stoppen. Vor allem geht es ihm um eine schnelle Lösung, der ländliche Raum solle sofort gleichgestellt werden. (mh)