Neue Arbeitsplätze in den Kreishäusern Darmstadt und Dieburg

Der Verwaltungsstab des Landkreises Darmstadt-Dieburg hatte bereits Anfang März auf die Corona-Krise reagiert. Gespräche und Abstimmungen mit Kundinnen und Kunden werden seither telefonisch oder elektronisch angeboten. Besuche in den Kreishäusern waren unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln für unaufschiebbare Angelegenheiten weiterhin möglich. Der Kundenkontakt wurde jedoch auf ein Minimum reduziert, um die Bediensteten der Verwaltung, aber auch die Kundinnen und Kunden zu schützen. Die Kreisverwaltung hat in den letzten Wochen rund 500 weitere Homeoffice-Arbeitsplätze geschaffen: waren es vor Beginn der Pandemie Anfang März rund 190, sind es jetzt 700. Und es werden weitere dazugekommen. So konnten alle Anliegen auch in dieser außergewöhnlichen Zeit geklärt werden. Es war auch in der Zeit des Lockdowns möglich, seinen PKW zuzulassen, Führerscheine wurden mit der Post versendet, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zwei (SGB II) und Zwölf (SGB XII) wurden ausgezahlt. Nicht nur Bund und Land, sondern auch die Kreisverwaltung hat die Maßnahmen zur Verbreitung des Corona-Virus gelockert. In den vergangenen Wochen sind in den Foyers der Kreishäuser in Darmstadt und in Dieburg Dialog-Arbeitsplätze entstanden. An diesen Plätzen sind im Kreishaus Darmstadt ab sofort Termine möglich. Im Kreishaus in Dieburg können ab kommenden Montag, 25. Mai, Termine vereinbart werden. Geschützt sind diese Arbeitsplätze mit einem Spuckschutz aus Plexiglas, zudem gibt es eine Wegeführung und der Mindestabstand von 1,5 Metern wird eingehalten. Kundinnen und Kunden müssen beim Betreten der Kreishäuser einen Mundschutz tragen. Termine müssen vorab telefonisch oder per E-Mail mit der Sachbearbeitung vereinbart werden. „Auch wenn wieder mehr Termine angeboten werden und hierfür extra Möglichkeiten geschaffen wurden, möchte ich darum bitten, dass nur in dringenden Fällen und nur dann, wenn ein persönlicher Termin notwendig ist, Termine vereinbart werden. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass sich vieles telefonisch oder per E-Mail klären lässt. Wir müssen weiterhin alles tun, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen“, erläutert Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Kreis Bergstraße (kb). Die Zecke ist das wohl gefährlichste Tier Deutschlands: Ein einziger Stich kann bereits ausreichen, um sich mit ernstzunehmenden Krankheiten wie Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) zu infizieren. Längst haben die Spinnentiere ihr Winterquartier, die schützende Laubschicht, verlassen. Bereits ab circa sieben Grad, lauern sie vereinzelt im hohen Gras oder Gebüsch auf ihren nächsten Wirt. Je höher die Außentemperatur, desto agiler werden sie und für Menschen steigt die Gefahr, bei einem Spaziergang von den Tierchen gestochen zu werden.

Die Kreisverwaltung informiert die Bergsträßer Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über die Gesundheitsrisiken, die Zecken mit sich bringen. Den Auftakt bildete Anfang März eine Zeckenausstellung für Kinder in der Heppenheimer Kindertagesstätte Oberlin und eine für Erwachsene in den Rathäusern in Wald-Michelbach und Bürstadt. Durch die Corona-Pandemie konnten aber weitere dieser Ausstellungen nicht, wie geplant, stattfinden. „Es gibt viele gefährliche Viren und Krankheitserreger, die durch das Coronavirus momentan fast in Vergessenheit geraten. Das FSME-Virus ist einer dieser Erreger. Da der Kreis Bergstraße zu den Hochrisikogebieten für FSME zählt, setzen wir auch jetzt unsere Präventionsarbeit fort und es ist uns wichtig über verschiedene Gesundheitsrisiken zu informieren“, betonte die Bergsträßer Gesundheitsdezernentin Diana Stolz. So sei neben den praktischen Schutzmaßnahmen, um Zeckenstiche zu vermeiden – wie etwa helle, geschlossene Kleidung zu tragen, Hosenbeine in die Socken zu schieben und sich nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich auf Zecken abzusuchen – eine rechtzeitige Immunisierung eine gute Möglichkeit, FSME zu bekämpfen.

Eine FSME-Infektion äußert sich zunächst meist mit unspezifischen, grippeähnlichen Beschwerden, auf die im weiteren Verlauf auch neurologische Auffälligkeiten, wie zum Beispiel Lähmungen, Krampfanfälle oder langandauernde Kopfschmerzen, folgen können. Unter Umständen können diese neurologischen Ausfälle dauerhaft bestehen bleiben und sogar zur Berufsunfähigkeit, intensivmedizinischer Behandlung oder gar zum Tode führen. Manchmal verläuft die Infektion jedoch auch ohne erkennbare Symptome. Fakt ist allerdings, dass das FSME-Virus bisher nicht mit Medikamenten bekämpft werden kann. Die Behandlung beschränkt sich allein auf die Linderung der Symptome. „Deshalb ist es so enorm wichtig, eine Infektion zu verhindern. Leider sind immer noch viel zu wenige Menschen gegen FSME geimpft. Bei den Schuleingangsuntersuchungen waren es nur knapp 55 Prozent der Kinder, die einen vollständigen Impfschutz vorwiesen“, hob die Gesundheitsdezernentin hervor.

Dr. med. Klaus-Ulrich Henß lobte während der Eröffnung der Ausstellung in Wald-Michelbach die Präventionsarbeit des Kreises: „Nur wer umfassend informiert ist, kann eine fundierte Entscheidung treffen.“ Vor Ort wies auch der Allgemeinmediziner darauf hin, dass nur eine entsprechende Impfung wirkungsvollen Schutz vor FSME bieten könne. Dabei wird eine Grundimmunisierung, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und nach ärztlicher Prüfung der individuellen Voraussetzungen, durch drei Impfungen hergestellt. Diese sollte in der Regel alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden. Für Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Impfung.

Bedingt durch die Klimaveränderungen und die dadurch zunehmend milderen Winter breitet sich das FSME-Virus immer weiter aus. So stieg die Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland innerhalb eines Jahres von 156 auf nun 164. Auch der Kreis Bergstraße gehört dazu. Die Zahl der klinischen Fälle aufgrund von FSME-Infektionen lag allein im vergangenen Jahr bundesweit bei 444. Das Erkrankungsrisiko liegt nach dem Stich einer mit dem FSME-Virus befallenen Zecke bei rund 30 Prozent.

Neben FSME übertragen Zecken jedoch auch noch andere Krankheiten, wie zum Beispiel Borreliose. Fast jede dritte Zecke kann Borrelien, die sich in ihrem Darm aufhalten, in eine Stichwunde einbringen. Wird die Zecke nicht schnell genug oder gewaltsam beziehungsweise nicht ordnungsgemäß entfernt, steigt das Risiko einer Infektion. Ein häufig bei Borreliose auftretendes Symptom und eine Art Alarmsignal ist die sogenannte Wanderröte. Hierbei tritt einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich eine kreisrunde Hautrötung um die Einstichstelle auf, die allmählich immer größer wird. Zur Rötung können zusätzlich Fieber, Müdigkeit sowie Muskel- und Kopfschmerzen hinzukommen. Eine Therapie der Borreliose ist am erfolgreichsten, wenn sie so früh wie möglich begonnen wird. Eine präventive Impfung gegen Borreliose gibt es derzeit nicht.

Interessierte finden ganzjährig eine Zeckenausstellung in der Erholungsanlage Steinbachwiesen in Fürth.

Aus alt mach neu: Die Altenpflegeschule Bergstraße ist seit Anfang März das neue Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Bergstraße (bzg). Landrat Christian Engelhardt, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des neuen Bildungszentrums ist, machte sich kurz vor der Coronapandemie ein Bild von den Neuerungen in Bensheim. „Wie wichtig hervorragend ausgebildete Pflegekräfte sind, führt uns die Corona-Pandemie nochmals ganz deutlich vor Augen“, betonte Engelhardt jüngst. „Ohne qualifiziertes Personal in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten hätten wir die bisherigen Herausforderungen nicht so gut meistern können. Ich freue mich sehr, dass wir dank des neuen Bildungszentrums in Sachen Pflegeausbildung exzellent aufgestellt sind. Außerdem danke ich allen Pflegekräften – den alteingesessenen wie den Nachwuchskräften – von ganzem Herzen für ihre tolle Arbeit und ihr großes Engagement in der aktuellen Lage, aber auch zu jeder anderen Zeit. Sie alle leisten sehr wertvolle Arbeit!“

Vor Ort erläuterte Geschäftsführerin Stephanie Gast, wie die Ausbildungen im Pflegebereich zum Anfang des Jahres umstrukturiert wurden. So wurden die drei bisher getrennten Ausbildungen in den Bereichen Kinderkranken-, Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpflege in einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengefasst. Diese dauert, wie die vorherigen Ausbildungen, drei Jahre und startet erstmals zum 1. Oktober 2020. Ab 2021 soll ein Ausbildungsstart auch zum Frühling möglich sein. Personen, die sich für die generalistische Pflegeausbildung entscheiden, haben nach zwei Jahren die Möglichkeit, ihren Ausbildungsschwerpunkt auf die Pflege alter Menschen zu legen und so einen Abschluss in der Altenpflege zu absolvieren. Setzt man die generalistische Pflegeausbildung im dritten Jahr ohne Spezialisierung fort, erhält man am Ende einen Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.

  

Kurz vor der Coronapandemie freuen sie sich über das neue Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Bergstraße in Bensheim: (v.r.n.l.) Landrat Christian Engelhardt, Jeannette Bischer und Stephanie Gast.

Ab September gibt es zudem die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin oder zum Altenpflegehelfer am bzg zu absolvieren. Diese können alle Menschen mit entsprechender gesundheitlicher Eignung und einem Hauptschul- oder anderen gleichwertigen Schulabschluss beginnen. Mit Bestehen der entsprechenden Abschlussprüfungen erwerben die Ausgebildeten die Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung in der generalistischen Pflegeausbildung, die sie sonst aufgrund ihres Schulabschlusses nicht absolvieren könnten.

Der Landrat setzt sich seit seinem Amtsantritt in besonderem Maße für das Thema Pflege ein. So hat die Kreisverwaltung etwa im vergangenen Jahr die sogenannte „Pflege-Plattform“, eine Ausbildungs- und Weiterbildungsplattform für den Bereich der Pflege geschaffen. Unter www.plattform-pflege.de wird über Pflegeberufe, entsprechende Angebote sowie berufliche Möglichkeiten informiert und für Pflegeberufe geworben. Außerdem hatte der Verwaltungschef den sogenannten Pflegetisch ins Leben gerufen, bei dem sich Pflege-Experten verschiedenster Institutionen regelmäßig treffen. Dieser Runde Tisch wurde im Rahmen der „Vision Bergstraße“ entwickelt und soll vor allem die Vernetzung der Akteure aus dem Pflegebereich fördern. „Das Thema Pflege hat für mich eine hohe Priorität. In diesem Bereich besteht ein hoher Bedarf und der wird in den kommenden Jahren aufgrund des demografischen Wandels sogar noch ansteigen“, so Engelhardt. Damit die erfüllende Arbeit in der Pflege wieder attraktiver wird, wolle er sich weiterhin vehement dafür einsetzen, dass Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, eine höhere Anerkennung für ihre Arbeit und eine der großen Verantwortung angemessene Bezahlung erhalten.

Mehr Informationen zum BZG unter: www.bzg-bergstrasse.de

 

Kumulierter 7-Tage-Wert

Der 7-Tage-Wert bezüglich der Corona-Neuinfektionen liegt für den Kreis Bergstraße aktuell bei neun, das heißt, in den vergangenen sieben Tagen sind insgesamt bei neun Personen aus dem Kreis eine Corona-Infektion bestätigt geworden.

Um die öffentlichen Gesundheitssysteme jedoch nicht zu überfordern, haben sich Bund und Länder am 6. Mai 2020 auf einen Grenzwert bezüglich der Zahl der Neuinfektionen verständigt: Wenn es innerhalb von aufeinanderfolgenden sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in einem Landkreis gibt, müssen in diesem Landkreis geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Zahl der Neu-Infektionen wieder zu reduzieren (lokaler / regionaler Shut-Down). Dies bedeutet für den Kreis Bergstraße mit seinen insgesamt 270.339 Einwohnern, dass bei mehr als 135 Neuinfektionen, die hier innerhalb von aufeinanderfolgenden sieben Tagen verzeichnet werden, entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssten.

Stellungnahme des Landrats zu den geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen:

Landrat Christian Engelhardt begrüßt generell die Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die nun von Bundes- und Landesregierung veranlasst wurden. Allerdings sieht er – wie auch viele der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises – im Umfang der Lockerungen sowie in der Gleichzeitigkeit des Inkrafttretens der beschlossenen Änderungen große Herausforderungen. „Der Umfang der nun beschlossenen Maßnahmen ist immens“, betont der Bergsträßer Landrat. So sei mit den zahlreichen, nun in Kraft tretenden Verordnungen die Klärung einer Fülle von Detailfragen und die Umsetzung umfangreicher Vorbereitungsarbeiten verbunden. „Daher bitte ich auch im Namen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises um Verständnis dafür, dass nicht alles sofort geklärt und umgesetzt werden kann.“ Ziel sei es, auf Kreisebene sowie in den Städten und Gemeinden jeweils schlüssige, praktikable und langfristig tragende Lösungen für einzelne Herausforderungen und Fragestellungen, die mit den nun verfügten Verordnungen in Zusammenhang stehen, zu finden und umzusetzen.

Des Weiteren bittet der Landrat die Bergsträßerinnen und Bergsträßer, die „wiedergewonnene“ Freiheit verantwortungsbewusst zu nutzen: „Bitte haben Sie die eigene Gesundheit und die anderer stets im Blick. Jeder Einzelne muss die Situation sehr ernst nehmen und sollte genau abwägen, welche Freiheiten er sich nimmt und welche Gefahren damit für die eigene Gesundheit und die Gesundheit von anderen verbunden sein könnte.“ Denn noch gäbe es keinen Impfstoff und auch kein Medikament gegen das Corona-Virus.

Aktuell (Corona-Pandemie) formiert sich Widerstand gegen die Impfpflicht. Diese wird von manchen als "Impfterror" bezeichnet.

Alle wichtigen Fragen zu diesem Thema hat Vivian Pasquet in GEO Heft 3 / 2019 erläutert. Besonders empfehlenswert ist Absatz V. Impfgegner: der Wunsch nach 100-prozentiger Sicherheit.

Frau Pasquet erklärt, wie Impfungen vor Krankheit schützen, wie die Herdenimmunität funktioniert, warum die Impfgegner viel lauter sind als die Befürworter (false balance - falsche Gewichtung), wogegen man sich impfen lassen soll und weitere Fragen und Mechanismen der Diskussion.

Dr.med. Vivian Pasquet absolvierte ein halbes Jura- und ein ganzes Medizinstudium. Sie schreibt Fachreportagen u.a. für Spiegel, Geo, Stern und Zeit.

Gerade jetzt muß man sich ernsthaft mit dem Thema Impfung auseinandersetzen, denn sobald ein geeigneter Impfstoff gegen COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) gefunden und freigegeben ist, wird sich diese Frage zuspitzen. Jeder sollte dann wissen, worum es geht und worauf er sich einläßt.

Früher gab es eine Fernsehwerbung: "Schluckimpfung ist süß - Kinderlähmung ist bitter". Die hat mich - ich war damals noch Kind - stark und nachhaltig beeindruckt. Später geriet ich immer wieder in Diskussionen zum Thema Impfen ja oder nein. Eine Mutter, die ihr Kind zu unserem Ferienspiele-Zeltlager (DoGuggschde e.V.) anmeldete, teilte uns zu bestehenden Erkrankungen, Allergien, Impfungen mit, daß ihre Kinder gegen nichts geimpft wurden, aus Überzeugung. Damals entstand uns daraus kein Schaden, aber das Risiko war da. Seither denke ich oft über das Thema nach. Ich habe immer gesagt: Grippeimpfung ist Unsinn, denn gegen die aktuell grassierenden Grippeviren gibt es noch gar keinen wirkungsvollen Impfstoff. Inzwischen gibt es den Vierfach-Impfstoff (er wird außerdem endlich auch von den Krankenkassen bezahlt) und ich habe mich impfen lassen.

Der Herdenschutz schließt zwar auch Impfverweigerer in die allgemeine Immunisierung ein, aber es dürfen nicht zu viele sein. Ein paar 1000-Prozentige kann unsere Gemeinschaft mittragen, werden es viele schafft sie es nicht mehr. Dann wird Corona zum ständigen Begleiter unseres künftigen Lebens. Deshalb werde ich mich sicher impfen lassen sobald es soweit ist. Allein schon meinen Mitmenschen zuliebe.

Marieta Hiller, Mai 2020

6. Mai: Inzwischen haben wir vier Monate Corona-Erfahrung. Acht Wochen nach dem Beginn des shutdown wird die Pandemie zur Routine. Wird sie das wirklich?

Der ARD-Faktenfinder hat alle Daten zur Ausbreitung zusammengestellt: so beobachtete die WHO am 6. Januar 2020 eine neue Viruserkrankung in China. In der chinesischen Stadt Wuhan traten im Dezember die ersten Erkrankungen auf, offenbar infizierte sich auch bereits im Dezember die erste Person in Frankreich. China isolierte am 22. Januar die Region Wuhan, aber am 28. Januar trat der erste Fall in Deutschland auf. Flughäfen und Kreuzfahrtschiffe sind wohl hervorragende Kontaktbörsen für das Virus.

Noch am 4. Februar sah die WHO keine Anzeichen einer Pandemie, inzwischen gibt es in Wuhan 500 Tote. Außerhalb Chinas gibt es am 20. Februar 1000 Infektionen.
Am 22. Februar stirbt der erste Coronakranke in Italien, der italienische Norden wird abgeriegelt.
In Deutschland sind am Ende Februar 70 Infizierte erkannt, am 6. März sind es schon 500. Am 11. März bezeichnet die WHO das Virus als Pandemie. Die Länder machen ihre Grenzen dicht, Geschäfte schließen.
Am 18. März hält Angela Merkel ihre denkwürdige Rede an die Nation. Erstaunlich, wie der eindringliche Appell der Kanzlerin an die Bundesbürger*innen ankommt: Merkels Wort hat Gewicht. Ihr sachlicher Ton, ihr wissenschaftlicher Hintergrund und die Tatsache, daß sie nicht wegen jedem Kinkerlitzchen Reden an ihr Volk hält, wirken.

Als wirtschaftliche Auswirkung stellen wir zu allererst fest, daß es zuwenig Klopapier gibt. Daran sieht man deutlich, wo wir unsere Prioritäten setzen...

Jetzt, Anfang Mai, gibt es nach und nach Lockerungen. Darüber vergißt man leicht, daß das Virus nach wie vor die gleiche Virulenz - die gleiche Kraft - hat. Die gleiche Ansteckungsgefahr besteht, und es gibt nach wie vor kein Gegenmittel, keinen Impfstoff. Das Tragen von Stoffmasken schützt nicht vor Ansteckung, es schützt nur unser Gegenüber vor einer Tröpfcheninfektion durch uns selbst. Wir greifen uns deutlich öfter ins Gesicht, ständig fingern wir an den Masken herum. Das Berühren von Mund, Nase und Augen können wir nicht bewußt unterbinden, das ist natürlich. Aber mit Maske geschieht das umso öfter, denn die Maske sitzt nicht richtig, man zupft und zerrt, faßt den Stoff innen und außen an - egal wo die Finger vorher waren. Händewaschen und Abstandwahren bleibt noch immer der einzige Schutz, darüber muß man sich im Klaren sein. Das Maskentragen kann zu Nachlässigkeit und Leichtsinn führen.

Bisher haben wir an dieser Stelle wöchentlich die Zahlen aus den Kreisen Darmstadt-Dieburg und Bergstraße sowie Hessen aktualisiert. Aufgrund sinnvoller und sorgfältiger Maßnahmen der Regierung und der Kreise stiegen die Zahlen an Neuerkrankten, Genesenen und Todesfällen immer langsamer an. Unten sehen Sie die letzten Zahlen.

Aber: diese Zahlen spiegeln - weltweit - nur, wie oft getestet wurde und wird. Erkrankungen können nur festgestellt und in Statistiken gefaßt werden, wenn die Person getestet wurde. Ungetestete Verdachtsfälle bleiben unberücksichtigt. Wir können daher zu keinem Zeitpunkt behaupten: "in der Region XY gibt es 78 Erkrankte". Wir können ausschließlich sagen: "In der Region XY wurden (beispielsweise) 200 Personen getestet, von denen 78 das Coronavirus haben und erkrankt sind". Das ist ein großer Unterschied. Das Kuriose daran ist nämlich, daß die Fälle ansteigen, sobald breitgestreut getestet wird. Es entsteht der Eindruck "je mehr Tests desto mehr Erkrankungen. In Deutschland sind die Labore in der Lage, täglich 70.000-200.000 Tests durchzuführen. Wir sind 80 Millionen. Wer rechnen kann stellt fest, daß man über ein Jahr bräuchte um alle Bundesbürger*innen zu testen. Länder wie Spanien und Italien, die wenig getestet haben, wurden von der Pandemie sehr stark betroffen. In Deutschland wurde und wird viel getestet, und die Ausbreitung verläuft sehr gemäßigt. Das verführt dazu, zu glauben daß wir das Virus im Griff haben.

Im Grunde sagen uns die Zahlen jedoch wenig, denn ihre Erfassung basiert auf einem "System loser Rollen", wie ich es für mich nenne. Aus dem Physikunterricht (verhaßt weil unverständlich) in der Schule weiß ich immerhin, daß die Bewegung einer losen Rolle recht unberechenbar* ist. Zieht man am Faden, der über eine feste Rolle läuft, so hebt sich das andere Ende ganz vorhersehbar. Läuft der Faden aber über mehrere lose Rollen, so hebt sich das andere Ende nach Regeln, die manch einer sicher berechnen kann. Ich nicht. Da hilft auch keine Lebenserfahrung.

*Natürlich ist sie berechenbar im Sinne von Rechnen, nur nicht für mich. Ich meine "unberechenbar" im Sinne von überraschend.

So schmerzhaft es für unser soziales Leben und für die Wirtschaft ist: nichts wird mehr so sein wie vor Corona. Im Augenblick hilft uns in gesundheitlicher Hinsicht nur Händewaschen und Abstandhalten. Was in wirtschaftlicher Hinsicht aus uns werden wird, läßt wenig Hoffnung aufkommen. Viele Unternehmen haben eine Drei-Monats-Fettschicht. Das heißt, nach drei Monaten shutdown geht es an die Substanz. Was mich unglaublich ärgert ist, daß gleich als Erste die Deutsche Bank um Nothilfe gebettelt hat, und daß große Ketten jetzt ihre Mieten nicht zahlen müssen. Das Schlimmste ist aber, daß Firmen wie amazon als "Kriegsgewinnler" aus der Pandemie hervorgehen. Die örtlichen Geschäfte mußten schließen, der Internethandel blühte auf. Nebeneffekt: Paketdienstfirmen kommen an ihre Grenzen, suchen händeringend Fahrer. Die aber werden nach Mindestlohn bezahlt und oft zu unbezahlten Überstunden gezwungen, sind oft 14 Stunden am Tag unterwegs und können doch nicht von ihrem Einkommen leben.
Viele wissen nicht, daß auch die örtlichen Geschäfte vielfach über Online-Bestellmöglichkeiten und Lieferdienst arbeiten. Gut, wenn man weiß wer was anbietet und wie man es bekommen kann. Hier sehe ich unsere Aufgabe als Durchblick-Redaktion: im Durchblick lesen Sie, wo Sie einkaufen können ohne auf unpersönliche Internetanbieter mit ausbeuterischen Paketdiensten zurückgreifen zu müssen. Machen Sie es wie ich: informieren Sie sich über Warenangebote im Internet und kaufen Sie diese dann lokal. Es ist weder teurer noch aufwändiger.

In diesem Sinne: bleiben Sie gesund und handeln Sie lokal! Marieta Hiller

Hier noch die letzten Zahlen:

Kreis Darmstadt-Dieburg: https://perspektive.ladadi.de/index.php?id=137
26. April 350 Erkrankte 13 Tote 239 Genesene
5. Mai 365 Erkrankte 16 Tote 283 Genesene

Kreis Bergstraße: https://www.kreis-bergstrasse.de/magazin/magazin.php?menuid=473&topmenu=467
26. April 300 Erkrankte 0 neue Fälle  - in Lautertal Erkrankte unverändert 6 Personen, inzwischen alle 6 genesen
5. Mai 315 Erkrankte 3 neue Fälle - 263 Genesene - in Lautertal unverändert


Hessen: 26. April 7965 Erkrankte, 5. Mai 8585 Erkrankte, 384 Tote.
Deutschland: 5. Mai 163.860 Erkrankte, 6831 Verstorbene.

Tipps und News für Katzenhalter in Corona-Zeiten

Im Moment kursieren vielerlei Halbwahrheiten und Gerüchte rund um die Übertragbarkeit des neuen Coronavirus auf und durch Katzen. Nun hat sich ein veterinärmedizinisches Expertengremium dazu geäußert und Leitlinien erlassen, worauf Katzenhalter im Umgang mit ihrem Liebling in Zeiten der Pandemie achten sollten.

Doch zunächst die Fakten: Es ist bisher kein Fall bekannt, in dem eine Katze einen Menschen infiziert hat. Katzen können im Einzelfall allerdings selbst am neuen Virus erkranken und zeigen dann - soweit bisher beobachtet werden konnte - keine oder nur milde Symptome. Auch Infektionen von Tier zu Tier konnten bisher nicht nachgewiesen werden.

Aus diesen Umständen ziehen Fachleute folgende Schlüsse und sprechen in diesem Zusammenhang daraus resultierende Empfehlungen aus:

An Corona erkrankte Personen sollten nicht eng mit ihren Haustieren kuscheln. So soll vermieden werden, dass der Mensch das Tier infiziert. Außerdem wird Corona-Patienten geraten, sich vor dem Befüllen des Fressnapfes oder der Reinigung der Katzentoilette gründlich die Hände zu waschen, um eine Übertragung auf ihre Katze zu vermeiden. Gemeinsames Schlafen im Bett oder auf dem Sofa ist aus gegebenem Anlass aktuell nicht empfehlenswert. Der wichtigste Punkt, der allerdings nur unter tierischem Protest umzusetzen sein wird: Katzen von Corona-Patienten sollte kein Freigang gestattet werden. Denn theoretisch wäre denkbar, dass sie als mechanischer Vektor, also als Überträger von Viren, die im Fell hängen, fungieren und so zur Ausbreitung der Erkrankung beitragen.

In der Summe ist festzustellen, dass Katzen nach bisherigem Kenntnisstand keine Rolle im Seuchengeschehen bilden oder wenn überhaupt, dann nur eine sehr untergeordnete. Hunde sind sogar noch besser dran. Das Virus scheint ihnen zumindest bis zum heutigen Tag gar nichts anhaben zu können.

Corona - harte Zeiten für Tier und Mensch - TSI Tierschutzinitiative Odenwald e.V. www.tierschutzinitiative-odenwald.de/

Frieda am Hundenapf, Foto Marieta Hiller

Freche Frieda "the boss" ( Ϯ im Februar 2020) am Riesenfreßnapf von Schäferhund Baily

Mund-Nase-Schutzmasken aus Baumwolle: Waschen von Hand mit Seife oder in der Maschine bis 60 Grad schützt unter Umständen nicht vor Viren, auch Bügeln nicht. Tipp: abends in einem kleinen Topf mit kochendem Wasser einweichen, 30 Minuten mit Seife ziehen lassen, auswaschen, auswringen, über Nacht trocknen lassen. Oder bei 80 Grad im Backofen 10 Minuten (Infos: https://praxistipps.chip.de/maske-reinigen-desinfizieren-ofen-waschmaschine-mikro-das-hilft_119097)

Stoffmasken schützen nicht vor Virenübertragung! Das Coronavirus ist sehr viel kleiner als die Webzwischenräume von Stoff. Virendichte Masken bestehen aus einem Spezialvlies, das weltweit nur von wenigen Firmen hergestellt werden - weitgehend rühren daher die augenblicklichen Lieferengpässe (aber nicht nur daher!). Virendichte Masken sollten in der derzeitigen Lage unbedingt an medizinisches Personal gegeben werden!

Für unsere täglichen Kontakte ist es viel wichtiger, oft und gründlich die Hände zu waschen, Abstand zum Nächsten einzuhalten und möglichst zuhause zu bleiben. Bleiben Sie gesund - das wünscht Ihnen Marieta Hiller!

Erhältlich sind die Baumwoll-Masken bei Nähstudio Klippel in Gadernheim!

Grüne Paprika ist einer der besten Vitamin-C-Lieferanten. Seit Herbst 2019 aber findet man sie nicht mehr im Bio-Regal. Auf Nachfragen hört man nur "ausgelistet".

In den Medien war es kein Thema. Nachgeforscht: es wurde ein giftiges Pestizid namens Ethephon gefunden, das der Reifebeschleunigung dient, obwohl der Einsatz von Ethephon im Paprikaanbau in Spanien bereits seit Mitte 2010 unzulässig ist. Das systemische Pestizid wird auf die unreifen Früchte gesprüht und dringt tief ins Fruchtfleisch ein. Nach der Ernte kann die Chemikalie nicht mehr abgewaschen werden.

Das Pestizid ist gesundheitsschädlich, speziell bei Kindern. Ethephon kann Haut- und Schleimhautreizungen hervorrufen, schlimmstenfalls wirkt es als Nervengift.

Alle betroffenen Supermarktketten riefen die belastete Ware zurück, sperrten ihre Lieferanten oder kündigten Verbesserungen ihrer Kontrollen an. Die Medien griffen den Paprikaskandal kaum auf, weil zur gleichen Zeit Dioxinfunde in Tierfutter der Aufreger des Tages waren. Schade, daß man diese Information nicht vom Frischgemüse-Fachverkaufspersonal bekommt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsi-cherheit (BVL) gab den Bericht „Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2018“ haraus, in dem es lapidar heißt "Eine hohe Beanstandungsquote (Probenzahlen je Lebensmittel ≥10) weisen (u.a.) vor allem Reis (20,0%) und Gemüsepaprika bzw. Chilis (18,8%), auf. Ethephon wird nicht genannt. Infos: www.bvl.bund.de, Suchwort Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2018.

mh, Februar 2020

Aktuelle Zahlen zur Verbreitung und Infoseiten

Informations-Hotline des Landes Hessen: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr Telefonnummer: 0800 555 4666
Robert Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html   https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Aktuelle Zahlen werden hier nicht mehr eingetragen, lesen Sie hier warum: Corona - Routine geworden???

8. Mai: der kumulierte 7-Tage-Wert und Stellungnahme des Landrates (Kreis Bergstraße) zu den geplanten Lockerungen

5. Mai: Familienhebammen im Kreis DA-DI

23. April Darmstadt-Dieburg und Kreis Bergstraße: Kompostierungsanlagen und Wertstoffsammelstellen öffnen

Mundschutz: Waschanleitung und Virenschutz

21. April: Hilfetelefon des Diakonischen Werks Bergstraße

18. April: die beschlossenen Lockerungen

https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/weitere-schritte-im-kampf-gegen-das-corona-virus-beschlossen
Täglich aktualisierte Information des Hessischen Sozialministeriums: https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/informationen-und-faq-zum-neuen-coronavirus-sars-cov-2.
Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg: https://www.gesundheitsamt-dadi.de

7. April: Unterstützung für Unternehmen aus Lautertal - Bürgermeister Heun

7. April: Elternbeiträge zur Kinderbetreuung während Schließzeiten aufgrund Corona-Maßnahmen

3. April Unterstützung bei der Bereitstellung von Infektionsschutzmaterial gesucht

3. April: DADINA Aktuelle Änderungen im Fahrplanangebot

2. April: Umgang mit Abfällen aus häuslicher Quarantäne

2. April Landkreis Darmstadt-Dieburg: Sprach- und Integrationsmittlung per Telefon

31.3. Kreis Bergstraße: Coronakrise wird Rezession bringen

30. März Kreis Darmstadt-Dieburg: Der Pflegestützpunkt hilft bei Fragen rund um Pflege und Versorgung auch weiterhin Plus: Einkaufshilfen für Senioren

28. März Lebensmittel und Corona-Krise - was muss ich jetzt beachten?

26. März Christoffel-Blindenmission: Millionen behinderte Menschen in Gefahr 

Auch in Entwicklungsländern ist Covid-19 angekommen. Noch sind die offiziellen Fallzahlen in Afrika vergleichsweise gering aber die Pandemie wirkt sich auch auf die Arbeit der Christoffel-Blindenmission (CBM) vor Ort aus. Denn gerade Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern sind von dem Virus besonders bedroht. Aus diesem Grund hat die CBM einen speziellen Corona-Hilfsfonds aufgesetzt. Spenden für die Betroffenen nimmt die Christoffel-Blindenmission online auf www.cbm.de entgegen oder per Überweisung IBAN: DE46 3702 0500 0000 0020 20, BIC: BFSWDE33XXX, Kennwort: Corona.

24. März: ZAKB schließt die Wertstoffhöfe, Kundenberatung eingeschränkt erreichbar, siehe www.zakb.de

23. März Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus im #LaDaDi

„Zuhause bleiben kann Leben retten. Wer nicht zwingend zur Arbeit, zum Arzt oder einkaufen gehen muss, bleibt bitte Zuhause, um sich und andere zu schützen. Insbesondere die Risikogruppen, zu denen nicht nur ältere Menschen gehören, sondern Menschen jeden Alters mit einer Vorerkrankung oder einem geschwächten Immunsystem, gelte es zu schützen."

21. März Kreis Bergstraße: „Aufgrund des rasanten Anstiegs der Infizierten in Deutschland, aber auch in Hessen und im Kreis appelliere ich – auch im Namen der Gesundheitsdezernentin Diana Stolz sowie aller Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – noch einmal an alle Bergsträßerinnen und Bergsträßer“ Landrat Christian Engelhardt eindringlich: „Halten Sie die aktuellen Hygieneregeln ein. Halten Sie mindestens anderthalb Meter Abstand zu Menschen, die nicht zu ihrem allerengsten Lebens- und Wohnumfeld gehören. Bleiben sie zuhause und verlassen Sie nur das Haus, wenn es unbedingt nötig ist. Und: Waschen Sie sich oft und gründlich die Hände. Nur so können wir gemeinsam die Ausbereitung des Virus eindämmen. Stoppen Sie das Virus, wo immer es geht. Denken Sie an die Risikogruppen! Jetzt kommt es auf das Verhalten eines jeden Einzelnen von uns an.“

Mitteilungen aus Städten und Gemeinden des Kreises: Landrat Christian Engelhardt stimmt sich täglich mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Kreises sowie den Kreisbeigeordneten Diana Stolz (Erste Kreisbeigeordnete) und Karsten Krug bezüglich der Vorgehensweise zur Corona-Epidemie ab und die Genannten informieren sich gegenseitig über die aktuelle Situation vor Ort. Am heutigen Samstag einigten sich die Genannten darauf, die Bürgerinnen und Bürger des Kreises aufzurufen, die Kindernotbetreuung nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn es wirklich notwendig ist. Das Betreuungsverbot sei mit gutem Grund ausgesprochen worden. Interessierte finden zahlreiche Informationen rund um das neuartige Virus Covid-19 sowie alle bisher auf facebook und Instagram veröffentlichten Updates/Videos von Landrat Christian Engelhardt zur Lage im Kreis unter www.kreis-bergstrasse.de unter der Rubrik „Corona“. Außerdem ist hier eine Auflistung der Hilfsangebote von Bürgern für Bürger zu finden.

21. März: Einschränkungen im Schienenverkehr ÖPNV-Angebot soll durch Einschränkungen aufrechterhalten werden - weiterlesen!

19. März Gemeinsamer Aufruf von Landrat Engelhardt und Bergsträßer Bürgermeistern

19. März: Corona und Haustiere

Ab 18. März Freiwillige Kontaktvermeidung, Schließung kleiner Ladengeschäfte, ab 21. März Schließung der Gaststätten

16. März ÖPNV: Gesundheitsschutz geht vor: Zustieg über hintere Türen und regelmäßiges Desinfizieren der Fahrzeuge

16. März Coronavirus SARS-CoV-2: ein hysterischer Frühling ohne Frühlingsgefühle...

Kreis Darmstadt-Dieburg

Hotline des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration: 0800-5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Fragen zu konkreten Symptomen beantwortet der behandelnde Hausarzt oder der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117.

Weiterführende Informationen Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/informationen-zum-neuen-coronavirus-sars-cov-2

Robert Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg: https://www.gesundheitsamt-dadi.de

Worauf Bürgerinnen und Bürger, die am Corona-Virus erkrankt sind, bei der Abfallentsorgung achten müssen - Lampertheim-Hüttenfeld, 25. März 2020

Infizieren sich Menschen mit dem Corona-Virus (COVID-19), müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Welche Regeln Bürgerinnen und Bürger in diesem Fall auf Anraten des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) einhalten müssen, erklärt der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) im Folgenden:

  • Sämtliche Abfälle, die kontaminiert sein könnten, sollen in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcken entsorgt werden. Das Einwerfen von z.B. losen Taschentüchern in eine Abfalltonne ist zu unterlassen.

  • Die Abfallsäcke sind anschließend durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen.

  • Es ist darauf zu achten, dass mindestens 3 Tage vor dem Abholtermin keine Abfälle mehr in die jeweiligen Behälter bzw. in den Gelben Sack geworfen werden.

  • Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung der Oberflächen ist empfehlenswert.

Bürgerinnen und Bürger finden diese Vorgaben auch noch einmal auf der Webseite des ZAKB unter www.zakb.de oder über die kostenfreie ZAKB-App für Android- oder Apple-Geräte.

Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße – ZAKB www.zakb.de

Jan Rähm, Technikjournalist, erläutert diese Frage in einem Interview des Deutschlandfunks vom 19. März 2019. Hier seine Ergebnisse in Stichpunkten:  
Tendenziell wird die Strahlenbelastung sogar abnehmen: Basisstationen und Endgeräte arbeiten mit geringerer Sendeleistung, weil das Netz dichter und die Entfernungen für die Funksignale geringer geworden sind.
Höhere Datenübertragungsraten (mehr Daten in kürzerer Zeit) hält Rähm für unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, da grundsätzliche Verfahren wie Frequenzmodulation ähnlich sind wie bei LTE (4G)
Zwei Frequenzbereiche für 5G müssen betrachtet werden:
1. 700 MHz bis rund 5 GHz
2. 30 bis 100 GHz


Wie tief dringen die elektromagnetischen Wellen ins Gewebe des Körpers ein? Im ersten Frequenbereich ist diese Eindringtiefe größer als im zweiten. Funkwellen mit höherer Frequenz dringen weniger tief in den Körper ein. Die gefürchtete Erwärmung im Gewebe ist selbst beim gut erforschten ersten Bereich sehr schwach, bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte kaum messbar.
Die höherfrequenten elektromagnetischen Wellen ab 30 GHz werden weit weniger tief in den Körper eindringen, ihre Energie wird an der Körperoberfläche freigesetzt, also in der Haut. Die Energie ist um den Faktor 100.000 – 1.000.000 zu gering, um biologische Effekte wie zum Beispiel Genmutationen zu verursachen. Forscher rechnen lediglich mit einer minimalen Erwärmung.